Die rumänische Sprache gehört – wie der Name schon vermuten lässt – zu den romanischen Sprachen. All diese Sprachen haben sich aus dem gesprochenen (Vulgär-)Latein entwickelt, der Sprache des römischen Imperiums.

Innerhalb der romanischen Sprachfamilie gehört das Rumänische zur Untergruppe der ostromanischen Sprachen. Zu den ostromanischen Sprachen werden neben dem Rumänischen auch die italienische, die korsische und die dalmatische Sprache gezählt. Letztere wurde einst im Bereich der östlichen Adriaküste gesprochen, ist jedoch heute ausgestorben.

Die bekanntesten westromanischen Sprachen sind Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

Allen romanischen Sprachen ist gemein, dass sie sich seit der Zeit der Spätantike in den einzelnen Regionen vom gesprochenen Latein deutlich weiterentwickelt haben. Im Verlauf des frühen Mittelalters haben sich dann die einzelnen romanischen Sprachen herausgebildet und es entstanden erste Aufzeichnungen.

Die Ursprünge des Rumänischen liegen jedoch im Vergleich zu den anderen romanischen Sprachen weitgehend im Dunkeln. In der Sprachwissenschaft gibt es zwei unterschiedliche Theorien zur Entstehung der rumänischen Sprache.

  • Zum einen gibt es die Kontinuitätstheorie, derzufolge die Bevölkerung der ehemals römischen Provinz Dakien diese Sprache hervorgebracht habe.
  • Zum anderen existiert die Migrationstheorie, nach der die Rumänen erst im 10. Jahrhundert in das heutige Gebiet Rumäniens, vor allem nach Transsilvanien, eingewandert seien.

Obwohl schriftliche Aufzeichnungen in Rumänisch erst im 16. Jahrhundert belegt sind, wird die Entstehung der rumänischen Sprache auf die Zeit zwischen 600 und 900 n. Chr. angesetzt.

Die rumänischen Dialekte

Im Rumänischen unterscheidet man vier Hauptdialekte:

  • Der größte hiervon ist das Dakorumänisch, das eigentliche Rumänisch, das heute von ungefähr 20 Millionen Menschen in Rumänien, von etwa vier Millionen Menschen in Moldawien sowie von Minderheiten in Serbien und Montenegro, Slowenien, Bosnien, Makedonien, Bulgarien und Ungarn gesprochen wird. Dakorumänisch ist die Amtssprache von Rumänien und Moldawien.
  • Die aromunische Sprache, oft auch Mazedo-Rumänisch genannt, wird je nach Region mit dem lateinischen oder griechischen Alphabet verfasst und weist viele Einflüsse aus dem Griechischen auf. Aromunisch wird von einer halben Million Menschen gesprochen und hat somit von den balkanromanischen Sprachen südlich der Donau die größte Sprecherzahl. Das Aromunische wird heute in Teilen von Rumänien, Albanien, Mazedonien, Bulgarien und Serbien gesprochen.
  • Die meglenorumänische Sprache wird heute nur noch von einigen tausend Sprechern im Grenzgebiet zwischen Rumänien und Mazedonien gesprochen. Beim Megleno-Rumänischen sind, im Gegensatz zum Aromunischen, viele slawische Einflüsse erkennbar.
  • Die istrorumänische Sprache auf der kroatischen Halbinsel Istrien wird nur noch von wenigen Menschen gesprochen. Alle Istrorumänen sind aufgrund der geographischen Lage zweisprachig, daher hat die kroatische Sprache auch starken Einfluss auf das Istrorumänische genommen.

Die rumänische Schriftsprache ist heute das Dakorumänische. Die erste bekannte Aufzeichnung des Dakorumänischen stammt aus dem Jahr 1521.

In der rumänischen Sprache sind einige Eigenschaften des Lateinischen erhalten geblieben, welche bei anderen romanischen Sprachen verloren gingen. So ist bei ihr, im Gegensatz zu allen anderen romanischen Sprachen, die sächliche Form (Neutrum) erhalten geblieben. Gleichfalls ist die Flexion der Substantive nach den verschiedenen Fällen noch sehr ausgeprägt und der ursprünglichen lateinischen Form am ähnlichsten.

Das heute gesprochene Rumänische enthält aber auch viele Lehnwörter aus den slawischen Sprachen, dem Griechischen, dem Türkischen, dem Ungarischen und dem Albanischen.

Als Standardsprache hat sich das Rumänische durchgesetzt, wie es in der Region um Bukarest verbreitet ist. In den Rumänisch-Sprachkursen von Sprachenlernen24 lernen, lesen und hören Sie diese Hochsprache.

Die rumänische Schrift

Die rumänische Sprache wurde ab dem 16. Jahrhundert mit dem kyrillischen Alphabet verfasst. Ab dem 18. Jahrhundert wurde in Siebenbürgen damit begonnen, das lateinische Alphabet zu verwenden.

Im Jahre 1862 wurde dann in Rumänien offiziell ein eigenes rumänisches Alphabet eingeführt, welches auf dem lateinischen Alphabet basiert. Das heute verwendete rumänische Alphabet besteht aus 26 lateinischen Buchstaben und fünf zusätzlichen Sonderzeichen: ă, â, î, ş und ţ.

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16.09.2021:
Die drei Vokabeln des heutigen Tages - Rumänisch/Deutsch

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Wie lerne ich am besten rumänische Vokabeln?

Pauken Sie gerade Rumänisch? Oder spielen Sie mit dem Gedanken, sich Rumänisch anzueignen? Wenn man eine neue Sprache erlernt, kann die Fülle an unbekanntem Vokabular manchmal sehr einschüchternd sein.

Gerade was das Rumänische betrifft, lassen sich viele Lerner von den Sonderzeichen und den ungewohnt klingenden Lauten abschrecken. Hier wollen wir Ihnen einige konkrete, ganz speziell auf das Rumänische zugeschnittene Tipps geben, wie Sie rumänische Vokabeln schnell und effektiv lernen werden.

Ähnlichkeiten zu anderen romanischen Sprachen nutzen

Zunächst empfehlen wir Ihnen Ähnlichkeiten zu Sprachen zu nutzen, die Sie bereits beherrschen. Wie Sie vielleicht wissen, ist das Rumänische eine romanische Sprache. Das heißt: Rumänisch hat sich genauso wie beispielsweise Italienisch, Französisch, Spanisch oder Portugiesisch aus dem Lateinischen entwickelt. Zudem hat das Rumänische viele französische Fremdwörter aufgenommen.

Wenn Sie also bereits eine andere romanische Sprache sprechen, sparen Sie sich viel Arbeit beim Vokabellernen, da Ihnen auch unbekannte Wörter schon vertraut vorkommen. Wenn Sie zum Beispiel das Verb „a canta“ lernen, können Ihnen das italienische „cantare“, das französisch „chanter“ oder sogar die deutschen Fremdwörter „Kantate“ oder „Kantor“ als Merkhilfen dienen.

Ähnlichkeiten zum Deutschen nutzen

Auch gibt es im Rumänischen eine Anzahl von Wörtern, die entweder aus dem Deutschen kommen oder zumindest mit deutschen Wörtern verwandt sind. Lesen Sie die folgenden Wörter laut vor und versuchen Sie die deutsche Bedeutung zu erraten:

  • şef
  • inginer
  • maşină
  • chelner
  • profesor
  • bloc

Bestimmt könnten Sie sich leicht merken, dass diese Wörter auf Deutsch „Chef, Ingenieur, Auto, Kellner, Professor und (Wohn)block“ heißen.

Unser Gehirn arbeitet beim Lernen einer Sprache assoziativ, das heißt je mehr Verbindungen Sie zu Ihnen bereits bekannten Sprachen herstellen können, desto besser werden Sie sich die neuen Vokabeln merken können.

Grammatische Besonderheiten mitlernen

Es ist sehr sinnvoll, beim Lernen neuer Wörter gleich die relevanten, grammatischen Informationen mitzulernen.

Bei den Substantiven zum Beispiel sollten Sie immer das Geschlecht mitlernen, da sich die sächlichen Substantive im Singular wie ein männliche Substantive verhalten, im Plural aber wie weibliche. Natürlich ist das Geschlecht auch oft klar, entweder durch die Endung oder durch das natürliche Geschlecht (Beispiele: der Vater, die Mutter), aber vor allem bei unbelebten Dingen lohnt es sich das grammatische Geschlecht gleich mitzulernen.

Vokabeln laut vorsprechen

Egal welche Sprache man lernt, sich die Vokabeln laut vorzusprechen, ist nie eine schlechte Idee!

Gerade was das Rumänische betrifft, möchten wir Ihnen diesen Rat besonders ans Herz legen. Es gibt nämlich im Rumänischen keine festen Regeln für die Betonung; leider kann eine falsche Betonung aber die Bedeutung verändern. Zudem wirkt das Schriftbild oft verwirrender als das gesprochene Wort, was Ihnen vielleicht auch schon bei unserer Vokabelliste weiter oben aufgefallen ist. Sprechen Sie die Vokabeln ruhig laut aus!

Tipps zu den diakritischen Zeichen

Das Rumänische verfügt über einige Sonderzeichen, die man als Anfänger aus dem deutschen Alphabet nicht kennt. Wenn man dann eine Vokabel lernen soll, die fast nur aus unbekannten Sonderzeichen besteht, kann das sehr einschüchternd wirken.

Machen Sie sich bewusst für welchen Laut das Sonderzeichen steht, zum Beispiel indem Sie die neue Vokabel laut aussprechen.

Ersetzen Sie in Ihrem Kopf „ş“ durch „sch“ und „ţ“ durch „tz“, und auf ein Mal machen auch rumänische Wörter wie „prinţ“ oder „şef“ viel mehr Sinn!

Viele Lerner finden vor allem die Sonderzeichen „ă“ und „â/î“ sehr verwirrend. Merken Sie sich, dass „â/î“ für denselben Laut stehen, „î“ aber nur am Wortanfang und -ende vorkommt, „â“ aber nur in der Wortmitte.

Jeden Tag drei neue Vokabeln auf Rumänisch lernen

Und hier haben wir noch einen ganz besonders wertvollen Tipp für Sie: Mit den Vokabeln des Tages auf Rumänisch lernen Sie jeden Tag drei neue Wörter. Wenn Sie gleich heute beginnen und nur zwei Wochen konsequent mitlernen, können Sie in 14 Tagen schon 42 neue Wörter!

Quelle: Sprachenlernen24