Ob Sie eine Fremdsprache erfolgreich und mit Spaß lernen, hängt vor allem davon ab, ob Sie es schaffen, schnell und effektiv den Wortschatz der neuen Sprache zu erlernen. Hier finden Sie eine Fülle interessanter und toller Tipps, mit deren Hilfe Sie Ihr Vokabellernen revolutionieren werden.

Erfolgreich Vokabeln lernen

Mal angenommen, Sie lernen schnell die Aussprache-Regeln der Sprache und sind dann in der Lage einen Text fehlerfrei und wohlklingend vorzulesen – verstanden haben Sie ihn aber noch lange nicht. Oder angenommen, Sie verstehen die Struktur der Sprache und die Regeln der Grammatik ohne Mühe – Sätze können Sie aber ohne entsprechendes Vokabel-Wissen noch lange nicht bilden.

Wortschatz-Wissen ist die Grundlage des Lernens einer jeden Sprache

Um sich den Wortschatz einer neuen Sprache anzueignen, führt kein Weg um das Lernen herum (und manchmal ist damit einfach nur Auswendiglernen gemeint). Um erfolgreich Vokabeln zu lernen, sollten Sie sich zu Beginn vor Augen führen, was in Ihrem Kopf beim Lernen passiert: Lernen ist eine Gedächtnisleistung, bei der Informationen verarbeitet, miteinander verknüpft und gespeichert werden. Nicht immer aber werden die verarbeiteten Informationen für lange Zeit behalten. Die Gefahr, dass sie wieder verloren gehen und vergessen werden, ist ständig gegeben.

Übersicht der besten Lerntipps

Um dem Vergessen vorzubeugen und Ihren Lernerfolg zu garantieren, geben wir unser gesammeltes Vokabel-Lern-Wissen an Sie weiter. Wir möchten Sie anregen, Ihre Lernstrategien und -techniken zu überdenken und Sie dazu inspirieren Neues auszuprobieren. Gleichzeitig finden Sie in den Artikeln gut strukturierte Vokabel-Listen mit interessantem und nützlichem Wortschatz, die Sie zum Lernen verwenden können.

Number Seven Nummer 7. Foto: Pixabay, CC0

In 7er Einheiten lernen

Sieben Vokabeln am Stück
Um schnell und erfolgreich Ihre Vokabeln zu lernen, sollten Sie sich neue Wörter und Redewendungen immer als Paket zu sieben Stück merken. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Book Study Pencil. Foto: StockSnap, CC0

Lernen mit Wörterbuch

Nachschlagen! Nachschlagen!
Wörterbücher sind nützliche Helfer beim Erlernen einer Sprache und eine riesengroße Fundgrube für neuen Wortschatz – wenn man sie richtig zu nutzen weiß! mehr +

Foto:

Education Bad Good Opposite. Foto: Pixabay, CC0

Lernen mit Antonymen

Das Gegenteil übersetzen
Unter Antonymen versteht man Wörter (z.B. Adjektive, Substantive oder auch Verben), die genau Gegensätzliches zu einem Begriff bedeuten. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Sprachenlernen24 Kreuzworträtsel

Lernen mit Kreuzworträtsel

Spaß mit Bildung kombinieren
Oft ist es nicht gerade unterhaltsam, Listen mit neuen Wörtern zu lernen und zu wiederholen. Verbessern Sie durch Kreuzworträtsel spielend Ihre Sprachkompetenz! mehr +

Foto: Sprachenlernen24

Post-it Note. Foto: Pixabay #441010, CC0

Notizzettel-Methode

Kleben Sie bunte Zettel
Wir stellen Ihnen mit der Notizzettel-Methode eine interessante Möglichkeit vor, wie Sie unterhaltsam und schnell Ihren neuen Wortschatz lernen. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Lerntipps Vokabeln lernen mit dem Assoziogramm

Lernen mit Assoziogramm

Woran denkst du ...?
Mit dem Assoziogramm lernen Sie Wörter einer Fremdsprache, die Ihnen zu einem zentralen Begriff einfallen bzw. die mit ihm in Verbindung stehen. mehr +

Foto:

Education Notebook Coffee Wortfeld Krimi. Foto: Pixabay, CC0

Lernen mit Wortfeldern

Wörter eines Sachgebiets
Vokabeln, die man in einem gemeinsamen Zusammenhang lernt, kann man sich besser merken als isolierte, einzelne Einheiten von Wörtern und Redewendungen. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Numbers Silhoutte Pen Zahlen. Foto: Pixabay #936724, CC0

Rhythmisch sprechen

Mach dir 'nen Reim drauf
Haben Sie schon versucht, sich Vokabeln über rhythmisches Sprechen einzuprägen? Helfen Sie Ihrem Gehirn damit, Informationen besser zu behalten. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Flags World People Fahne Flagge Globus. Foto: Pixabay #1055960, CC0

Lernen mit Internationalismen

Lernen auf Sparflamme
Ein Internationalismus ist ein Wort, das in mehreren oder vielen Sprachen in gleicher oder ähnlicher Bedeutung vorkommt. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Office Board Hierarchy. Foto: Pixabay, CC0

Lernen mit Hierarchien

Von oben nach unten
Sortieren Sie Ihre Vokabeln nach hierarchischen Strukturen. Am besten, Sie suchen sich einen Überbegriff aus und ordnen dazu Unterbegriffe an. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Bitte vergessen Sie bei Ihrer Wortschatz-Arbeit nicht:

  • Jeder von uns lernt anders.
    Ein Patentrezept, das hundertprozentig bei jeder und jedem funktioniert, gibt es nicht. Sie müssen ein bisschen mit sich selbst experimentieren, um Ihren eigenen Weg zum Erfolg zu finden.
     
  • Nur wer abwechslungsreich lernt, lernt erfolgreich.
    Lernen ist immer ein Prozess der Vernetzung von Neuem mit Bekanntem. Wer dabei immer den selben Weg geht, langweilt sein Gehirn und die Verknüpfungen werden nicht stabil und dauerhaft, sondern nur oberflächlich und nicht dauerhaft angelegt.
    Wer sich Vokabeln für lange Zeit merken will, muss seinen Kopf vor interessante und spannende Herausforderungen stellen.
     
  • Nur wer strukturiert lernt, lernt auf Dauer.
    Gerade beim Lernen von Vokabeln sollten Sie nicht wild und planlos drauf loslernen. Auch der Wortschatz in Ihrer Muttersprache ist in Ihrem Gehirn in Strukturen abgelegt und miteinander verknüpft. Und wenn Sie eine weitere Sprache lernen, werden solche Strukturen und „Schubladen“ ebenfalls zum Sammeln und Ablegen des Wissens angelegt.
    Sie kommen dem Verarbeitungsprozess sehr entgegen, wenn Sie Ihrem Gehirn neuen Wortschatz und neues Wissen schon strukturiert aufbereitet anbieten. Gerade hierzu haben wir viele spannende und erfolgversprechende Übungen für Sie zusammengestellt.

Wie viele Wörter sollte ich können?

Wie viele Wörter sollte ich nach einem Monat/nach einem Jahr beherrschen? – Vielleicht haben Sie sich eine solche oder ähnliche Frage auch schon einmal gestellt. Um diese Frage für sich beantworten zu können, sollten Sie wissen, dass man bei Wortschatzkenntnissen zunächst einmal zwischen einem aktiven und einem passiven Wortschatz unterscheiden muss. Wir erklären Ihnen die Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von Wortschatz und gibt auch an, wie viele Wörter man in der Grund-, in der Mittel- und in der Oberstufe des Lernprozesses wissen sollte.

Der aktive Wortschatz

Der aktive (oder auch: produktive) Wortschatz ist der kleinere der beiden. Er umfasst jene Wörter, die man als Lerner einer Fremdsprache in seinem Sprechen aktiv benutzen kann um daraus Sätze zu bilden. Als deutscher Muttersprachler hat man im Schnitt 12.000 Wörter in seinem aktiven Wortschatzspeicher.

Aber Achtung! Dies ist nur der Durchschnitt. Je nach Person schwankt der individuelle Wert zwischen 2.000 Wörtern und 20.000 Wörtern, die im aktiven Wortschatz abgespeichert sind und benutzt werden können.

Der passive Wortschatz

Der passive (oder auch: rezeptive) Wortschatz dagegen, ist viel größer:
Zum rezeptiven Wortschatz zählen alle Wörter, die man als Lerner verstehen kann, wenn man sie liest oder hört. Der rezeptive Wortschatz eines Deutschen kann bis zu 100.000 Wörter umfassen.

  • Wenn Sie eine Fremdsprache lernen, so sollten Sie als Anfänger (in der Grundstufe) 1.300 bis 2.000 Wörter lernen. Man geht in der Sprachforschung davon aus, dass man mit einem Grundwortschatz von 2.000 wichtigen Wörtern die meisten Gespräche im Alltag bestreiten kann.
     
  • Als Lerner in der Mittelstufe sollten Sie Ihren Wortschatz aufstocken und zwischen 3.000 und 4.000 Wörtern beherrschen.
     
  • Fortgeschrittene schließlich, die sich mit ihrem Wissen zur Oberstufe rechnen dürfen, verwenden Sie bis zu 6.000 Wörter der Fremdsprache im aktiven Wortschatz.
Gerade zu Beginn des Lernens ist es leicht, beim Vokabellernen schnell motivierende Erfolge zu erreichen: Sie sollten insbesondere am Anfang genau darauf achten, dass Sie vorwiegend Vokabeln und Redewendungen lernen, die Sie häufig anwenden können.

Dabei sollten Sie ganz subjektiv aussortieren und beim Lernen immer wieder aufs Neue entscheiden:

  • Brauche ich dieses Wort wirklich zu wissen?
  • Oder kann ich es vielleicht gar nicht oft benutzen, da es für meine Bedürfnisse keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt?

Wenn Sie sich diese beiden Fragen regelmäßig stellen, werden Sie nur Wörter und Wendungen lernen, die Sie wirklich benötigen.

Lernen und nie mehr vergessen!

Sprachenlernen ist nicht leicht: Ständig läuft man Gefahr, das Gelernte wieder zu vergessen. Mal angenommen, Sie lernen jetzt zehn neue Wörter – schon morgen werden Sie vielleicht nur noch zwei davon wissen! Lernen stellt uns vor allem vor die Herausforderung, das Erlernte nicht mehr zu vergessen!

Hier haben wir Tipps zusammengetragen, um das Vergessen zu verhindern:

Die Wiederholung macht’s!

Der erste und wichtigste Grundsatz um gelernte Vokabeln nicht wieder zu vergessen, ist die Wiederholung. Das klingt jetzt banal, aber wer einmal den Effekt gespürt hat, schwört darauf die neuen Wörter immer wieder zu hören, zu lesen und nachzusprechen, um sie für immer zu behalten.

„Vor einigen Jahren war ich in China im Urlaub. Um mich auf den Urlaub vorzubereiten, habe ich jeden Morgen beim Joggen die gleichen, für mich wichtigsten Chinesisch-Vokabeln gehört. Jeden Tag und immer wieder die gleichen Wörter. Noch heute kann ich 你好! und 再见! ohne Probleme und in bestem Hochchinesisch wiedergeben.“

Wissen, warum!

Machen Sie sich klar, warum Sie diese oder jene Wortliste lernen. Nur so bleiben Sie motiviert bei der Sache. Ihre Motivation beim Lernen ist der Schlüssel zum Erfolg.

„Ganz ehrlich: Am liebsten lerne ich portugiesischen Wortschatz zum Thema „Kochen, Essen und Landesküche“! – Denn mit meinen brasilianischen Freunden sprechen wir immer darüber, was wir beim letzten Treffen Feines gekocht haben und was beim nächsten Mal auf den Tisch kommen soll.“

Nur Sinnvolles lernen!

Verzichten Sie konsequent darauf Wörter und Wortschatz zu lernen, den Sie nicht brauchen werden.

„Mich hat man in der Jahrgangsstufe 11 eines bayerischen Gymnasiums mit der herrlichen Vokabel sewage sludge dump beehrt. Ins Deutsche übertragen heißt dieser Ausdruck so in etwa „Klärschlammhalde“. Ein tolles Wort! Mal abgesehen davon, dass man dieses Wort so weder in Großbritannien noch in den Vereinigten Staaten benutzen würde, konnte ich in vielen, vielen Jahren des Englischlernens und -sprechens bisher noch nie einen passenden Kontext finden, in dem ich diesen Ausdruck hätte benutzen wollen!“

Nur verknüpfte Informationen können wir uns auf Dauer merken!

Informationen, die nicht mit bereits Bekanntem in Bezug gesetzt werden können, werden schnell wieder vergessen. Ein guter Trick um beim Lernen einer Fremdsprache Neues mit Bekanntem zu verknüpfen, ist die Assoziationslernmethode. Diese Lernmethode beruht darauf, dass Sie sich neue Informationen über Bilder von Dingen merken, die Sie schon kennen.

„Wie auch im Deutschen, werden die Wörter im Suaheli grundsätzlich genauso gesprochen, wie sie geschrieben werden. Dementsprechend fällt es leicht, Brücken zwischen den Sprachen herzustellen. Für mich ist es am einfachsten, mir zu den Vokabeln Sätze auszudenken, in denen sowohl das Wort auf Suaheli, als auch das deutsche Wort vorkommen: „Wewe“ heißt zum Beispiel auf Deutsch „du“. Mein Merksatz für diese Vokabel lautet: „Du hast ein Wehweh.“ “

Strukturiertes Lernen ist gutes Lernen!

Gerade beim Lernen von Wortschatz ist es oft ein sicherer Weg zum Erfolg, über bereits bekannte Strukturen zu lernen. Wenn Sie schon immer daran gewöhnt sind, Ihre neuen Wörter mit der Hilfe von Karteikärtchen zu lernen, sollten Sie bei dieser Methode bleiben. Nicht allen Lernern bringt ein kreatives Spiel mit unterschiedlichen Lernmethoden Erfolg beim Lernen. Haben Sie den Mut sich auf vertraute Strukturen und Vorgehensweisen zu verlassen.

Welche Wörter sind leicht zu lernen?

Manche Wörter sind einfach schwer zu lernen, andere wiederum kann man sich schnell merken. Hier finden Sie noch einige Tipps, welche Wörter und Wortarten man sich schnell erschließen und dauerhaft merken kann:

  1. Zum Beispiel kann man sich Wörter, die in Alltagssituationen vorkommen, gut merken.
  2. Auch Wörter, die man visuell darstellen und somit mit einem gedanklichen Bild verknüpfen kann, wird man sich schnell einprägen können.
  3. Dauerhaft merken kann man sich Wörter und Redewendungen, zu denen man einen emotionalen Bezug hat.
  4. Wörter, die man selbst leicht nachsprechen kann, lassen sich ebenfalls leichter behalten.
  5. Eine weitere Faustregel ist, dass man Konkretes besser abspeichern kann als Abstraktes.
  6. Verben sind in der Regel schwerer zu merken als Substantive.

Lernen mit Karteikarten

Sie sind ständig unterwegs und haben eigentlich nur ganz wenig Zeit um Vokabeln zu lernen? – Kein Problem! Nutzen Sie die Zeit, in der Sie sich auf den Weg von A nach B machen und lernen Sie unterwegs mit Karteikarten.
Wir stellen Ihnen diesen Klassiker unter den Lernmethoden vor und erklären Ihnen, wie sie Karteikärtchen sinnvoll einsetzen.

Quelle: Sprachenlernen24