In der indischen Verfassung sind Hindi und Englisch als Amtssprachen festgeschrieben. Darüber hinaus wurden in der Verfassung 22 weitere Sprachen als Nationalsprachen anerkannt.

Doch bei einem so großen Land gibt es natürlich noch viel mehr Sprachen: Insgesamt werden 35 verschiedene Sprachen von mindestens je einer Million Menschen gesprochen: Viele dieser Sprachen haben auch eine eigene Schrift und so zählt man in Indien zwölf verschiedene Alphabete. Das erschwert natürlich die Verständigung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Land.

Wenn sich ein Nordinder mit einem Südinder unterhalten will, wird er deshalb entweder Hindi sprechen oder auf das Englische zurückgreifen.

Verbreitung des Hindi

Rund 200 Millionen Menschen sprechen Hindi als ihre Muttersprache. Da Hindi jedoch nicht nur Amtssprache, sondern neben dem Englischen auch die wichtigste Verkehrssprache in Indien ist, wird es von deutlich mehr Menschen als Zweitsprache gesprochen: Mehr als eine halbe Milliarde Inder sprechen Hindi. Die Sprache ist somit die am viert häufigsten gesprochene Sprache der Welt (nach Mandarin, Englisch und Spanisch).

Die Hauptverbreitungsgebiete des Hindi sind Zentral- und Nord-Indien, etwa in der Region um Delhi und in den indischen Bundesstaaten Himachal Pradesh, Punjab, Rajasthan, Uttar Pradesh, Bihar und Madhya Pradesh. Hindi ist die meistgesprochene Sprache der indoarischen Sprachfamilie.

Die indische Schrift: Devanagari

Seit dem 12. Jahrhundert gibt es Hindi auch als Schriftsprache. Um Hindi zu schreiben, muss man auf das Devanagari-Alphabet zurückgreifen. Devanagari wird auch von weiteren Sprachen des indischen Subkontinents als Schrift verwendet, etwa vom Marathi, Nepali und Sanskrit.

Devanagari ist eine sogenannte Silbenschrift, in der keine einzelnen Buchstaben als Schriftzeichen dargestellt werden, sondern in der Regel immer ganze Silben. So kommt es, dass jeder Konsonant dieses Alphabets grundsätzlich einen Vokal in sich trägt.

In den Hindi-Sprachkursen von Sprachenlernen24 lernen und lesen Sie Devanagari. Daneben finden Sie in sämtlichen Lerneinheiten zusätzlich eine Umschrift in lateinischen Buchstaben.

Die beiden Zwillingssprachen Hindi und Urdu

Die „Zwillingssprache“ des Hindi ist das Urdu. Wenn ein Hindi- und ein Urdu-Sprecher sich im Alltag unterhalten, können sie einander ohne größere Probleme verstehen. Urdu wird ebenfalls in Indien gesprochen (dort ist es Muttersprache von rund 50 Millionen Menschen) und im Nachbarland Pakistan.

Der Unterschied zwischen den beiden Sprachen liegt vor allem in den Entlehnungen, die sie aus anderen Sprachen aufgenommen haben: Viele Wörter des Hindi entstammen dem Sanskrit. Das Urdu hingegen verwendet eine Vielzahl persischer und arabischer Wörter.

Und so arbeiten die beiden Sprachen auch mit vollkommen unterschiedlichen Schriftsystemen: Während Hindi mit Devanagari geschrieben wird, verwendet man beim Urdu die arabische Schrift.

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25.06.2021:
Die drei Vokabeln des heutigen Tages - Hindi/Deutsch

उठना / uthanaa
aufwachen

चाकू (m) / caakuu (m)
das Messer

मैं ... देखना चाहता हूँ / meen ... dekhanaa caahataa huu
Ich möchte ... besichtigen.

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Gestern und morgen – ein interessantes Beispiel aus dem Hindi

Lassen Sie uns ein wenig Hindi lernen!

Wenn Sie sich näher mit den Zeitgefüge und den Temporaladverbien im Hindi beschäftigen, stoßen Sie schnell auf eine interessante Tatsache: Die beiden Temporaladverbien „gestern“ und „morgen“ werden mit dem gleichen Wort übersetzt. Es heißt in beiden Fällen कल [kal].

Was bedeutet das? Für einen Deutschen gibt es einen ganz klaren Unterschied zwischen einem Gestern (das in der Vergangenheit liegt) und einem Morgen (das uns in der Zukunft erwartet). Ganz anders erfährt ein Hindi-Sprecher dieses Zeitgefüge. Er unterscheidet nicht zwischen dem Gestern, dem Heute und dem Morgen – er unterscheidet nur zwischen einem „Jetzt“ und einem „Nicht-Jetzt“.

Diese Unterscheidung hat ihren Ursprung in der indischen Kultur und der Religion des Hinduismus. Der Hinduismus ist die am weitesten verbreitete und aus diesem Grund am stärksten prägende Religion des Landes. Ein zentraler Teil der hinduistischen Lehre ist die Vorstellung eines ewigen Kreislaufes der Wiedergeburt. Wer stirbt, wird wiedergeboren.

Und so unterscheidet die Vorstellung im indischen Sprachverständnis nur zwischen einem Jetzt अभी [aabhii] und einem Nicht-Jetzt, dem कल [kal].

Wenn man diesen Hintergrund nicht kennt, versteht man auch die Bildung der Zeiten im Hindi bzw. das Verbsystem und seine Zeiten nicht.

Quelle: Sprachenlernen24

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