Das hebräische Alphabet

In diesem Artikel zu den Schriften der Welt möchten wir Ihnen das hebräische Alphabet vorstellen.

Das hebräische Alphabet gehört zu den ältesten, noch heute verwendeten Schriften. Die frühesten, erhaltenen schriftlichen Zeugnisse sind mehr als 3.000 Jahre alt und stammen aus der Zeit der Herrschaft des König Salomo.

Mit der hebräischen Quadratschrift wird übrigens nicht nur die moderne hebräische Sprache geschrieben, wie sie heute in Israel gesprochen wird. Mit dieser Schrift werden auch andere jüdische Sprachen aufgeschrieben, wie beispielsweise Jiddisch, das neben der lateinischen Schrift auch in der hebräischen Schrift verfasst wird.

Lernen Sie nun das hebräische Alphabet kennen. Wir zeigen Ihnen in der nachfolgenden Tabelle jeweils den hebräischen Buchstaben, seinen hebräischen Namen, die Umschrift in lateinischen Buchstaben und schließlich auch Hinweise zur Aussprache.

Buchstabe Name Name Aussprache
א Alef Knacklaut (als Trennung von zwei Vokalen), kann Vokalträger sein (von a oder e, aber auch von i, o und u) (je nach Punktierung)

ב
Bet *
Vet
b
v
Buch, Bild
Wolke, Wind
ג Gimmel g Gut, Geld
ד Dalet d Dach, Decke
ה He h (-) Herz, Hand; am Wortende stumm*
ו Vav v (o,u) weiches w, als Vokalträger o oder u
ז Sajin s weiches s: Sand, Rasen
ח Chet ch Kehllaut ch: Bach, Buch
ט Tet t Tanz, Tempo
י Jod j (i) Jahr, Jugend; als Vokalträger i: List, Kiste

כ
Kaf *
Chaf
k
ch
Kiste, Kasten
Kehllaut ch: Bach, Buch
ל Lamed l Land, Leben
מ Mem m Mensch, Maschine
נ Nun n Norden, Nebel
ס Samech s scharfes s: was, hast, bis
ע ‚Ajin Knacklaut (als Trennung von zwei Vokalen), kann Vokalträger sein (von a oder e, aber auch von i, o und u) (je nach Punktierung)

פ
Pe*
Fe
p
f
Porto, Plan
Fenster, Form
צ Zade z Ziffer, Zauber
ק Qof k Kiste, Kasten
ר Resch r Rose, Rasen

Schin *
Sin *
sch
s
Schuh, Scherbe
scharfes s: was, hast, bis
ת Tav t Tanz, Tempo

* Anmerkung:
Der Punkt, der bei diesen Buchstaben steht, wird als Dagesch (dt.: Betonung) bezeichnet. Er wird im normalen Gebrauch (in Zeitungen, Büchern etc.) nicht geschrieben, d.h. man muss das Wort kennen, um zu wissen, wie der Buchstabe ausgesprochen wird.

Einige Buchstaben des Alphabets nehmen am Wortende eine andere Form an. Diese möchten wir Ihnen nun vorstellen:

isolierte Form Form am Wortende Umschrift Beispiel
Chaf כ ך ch דרך – derech (Weg)
Mem מ ם m מים – majim (Wasser)
Nun נ ן n שׁכן – schachen (Nachbar)
Fe פ ף f חוף – chof (Küste, Strand)
Zade צ ץ z ארץ – ‚erez (Land)

Wie beispielsweise auch die arabische Schrift, wird Hebräisch von rechts nach links geschrieben. Sehen Sie selbst:

Schreib-/Leserichtung
<-----------------------
Schreib-/Leserichtung
———————–>
שָׁלוֹם! נַעים מֵאוֹד
Deutsch:
Hallo! Freut mich, Sie kennen zu lernen!
Transkription:
schalom! na’im me’od!

Das Hebräische ist eine Sprache, in der die Vokale normalerweise nicht geschrieben werden. Die Schrift ist, wie beispielsweise auch die arabische Schrift, eine sogenannte Konsonantenschrift.

Es gibt allerdings zwei Konsonanten, die als Lesehilfe auch für Vokale stehen können: Das Vav (ו), das die Vokale o oder u ausdrücken kann, sowie das Jod (י), das für ein i stehen kann.

Daneben gibt es auch noch eine sogenannte punktierte Schreibweise. Hierbei werden sämtliche Vokale mittels Punkten und Strichen über bzw. unter den Buchstaben angezeigt. Diese Schreibweise ist jedoch nur in Wörterbüchern und bei Lehrbüchern für Leseanfänger gebräuchlich. Im normalen Schriftgebrauch (Zeitungen, Bücher, Schilder) wird Hebräisch immer unpunktiert geschrieben.

Im Hebräischen gibt es ferner keine Unterscheidung in Groß- und Kleinschreibung.

Viel Spaß beim Lernen!

Quelle: Sprachenlernen24

Hebräische Schrift
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